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Christentum

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Alt 02.02.2010, 12:10   Beweis für Gott Beitrag #11 (permalink)
Celtic
Para-Akoluth
 
Registriert seit: 21.12.2009
Beiträge: 148
Standard AW: Beweis für Gott

@Filomena

Danke auch für den Beitrag. Ähnlich ist es mir ergangen.

Wie bereits von dir erwähnt bedeutet "Muslim" eigentlich nichts anderes als "Gottergebener" und Islam - was viele Dinge heissen kann im Arabischen, bedeutet: "Unterwerfung,Hingabe zu Gott".

Wahrlich mein Gottesbewusstsein war noch nie so gross wie jetzt, seit ich Islam zu einem essentiellen Teil meines Lebens gemacht habe.


Wichtig zu wissen für Christen finde ich, als einer, der vor einigen Jahren noch selbst laut gegen den Islam gewettert hat (aus Unwissenheit, was ich sehr bereue mittlerweile), sind folgende Punkte:

Der Koran widerruft weder die Thora noch die Evangelien, stellt aber einige Dinge klar und einfach dar, damit sie ein jeder verstehen kann, ohne dass er auf X Interpretationen von Gelehrten angewiesen ist, wie dies eine sehr sehr lange Zeit in Europa der Fall war (Mittelalter), vor der Zeit Luthers, als die meisten Menschen nichtmal eine Übersetzung in Ihre Sprache besassen.

Diese Dinge sind:

1. Es gibt nur einen Gott, nicht ein Dreiteiliger sondern einen.
2.Du sollst keinen seiner Diener anrufen, sondern nur ihn, den Allmächtigen, der Macht hat über alle Dinge.

3. Ein jeder wird beurteilt (am Tage des Gerichts) nach seiner Gottesfürchtigkeit UND seinen Taten, Entscheidungen, die er getroffen hat.

4. Wer Verse auslegt, wie er es will bzw. Lügen über Gott erdichtet ist einer der Schlimmsten Sünder

5. Wer andere Ihres Glaubens wegen vertreibt ist einer der schlimmsten Sünder

6. Du sollst keinen Anlass suchen, um Unheil zu stifen, denn Allah liebt nicht die Unheilstifter


7. Nur Gott allein entscheidet, wem er welche Sünden erlässt. Grundsätzlich sagt Allah im Koran: Wer Gottesfürchtig ist und das Mass einhält, gutes Tut und die Lehren befolgt (Und diese Beinhalten vor allem Respekt, Glauben, Gerechtigkeit, Frieden, Liebe), deren Sünden werden getilgt (beinhaltend selbstverständlich, dass sie im Rahmen blieben)

Und die Sünde die Allah nicht vergibt ist diese: Wenn man andere "Götter" anbetet, darunter vergibt er, wem er will.




Was der Islam wirklich lehrt und wie das Aussieht wenn eine ganze Region dies strikt einhält sieht man sehr schön hier:

Zdf Reportage über eine Stadt in Arika, in der seit Jahrhunderten Christen und Muslime Seite an Seite Leben, Moschee an Kirche, in Frieden und gegenseitigem Respekt.

Und wie man sehen kann, wurden sie dafür von Allah belohnt, denn die Bewohner der Stadt sind glücklich, obwohl sie in sehr bescheidenen Verhältnissen leben.

http://www.youtube.com/watch?v=uOrvTXGtSBI


Frieden
Celtic ist offline  
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Alt 02.02.2010, 15:00   Beweis für Gott Beitrag #12 (permalink)
Filomena
Para-Padawan
 
Registriert seit: 02.01.2010
Beiträge: 30
Standard AW: Beweis für Gott

Hallo Celtic wa Salamalejkum wa rahmatullahi wa barakatuh

danke für deinen interessanten Beitrag. Selber habe ich früher natürlich auch über Christen gewettert, es gab aber auch schon Zeiten, wo ich über die Muslime gewettert habe, doch ich erinnere mich halt immer an einen Hadith Qudsi, wo Allah sagt, dass Er sich selber die Barmherzigkeit vorgeschrieben hat und diese auch von Seinem Diener erwartet. Die "anderen" sind immer das Problem, doch betrachte man einmal sich selber, sein Leben, seine diversen Meinungen, die man schon gehabt hat, wie viele mal mal selber "geurteilt" hat, natürlich sind es immer die "anderen" - dann merkt man, dass man es selber war, und es nun einem im "aussen" begegnet, was man selber vorausgeschickt hat, sei es durch Gedanken, Worte, Gefühle oder Taten. Wenn man selber aufhört, mit der Spalterei, mit der Be-urteilerei und den Menschen als ein unwahrscheinliches Schöpfungswunder erkennt, erfährt man jeden Menschen als dieses Wunder und verhält sich entsprechend, so wie Jesus gesagt hat: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, oder Muhammad, behandele den anderen, so wie du selbst gerne behandelt werden möchtest. Ich teile Menschen nicht mehr in Hindus, Christen, Muslime ect. auf, weil wie Gott selbst, ist der Mensch auf Grund seiner erschaffung ein lebendiges Wesen und es ist der Verstand der entscheidet über Glaube oder Unglaube, bzw. was da genau angerufen wird. Sobald ein Mensch genug weiss über seine Erschaffung, wie das schon in der Bibel steht, am Anfang war das Wort, das Wort war bei Gott und Gott war das Wort - der Rest steht dann im Quran, ruft jemand nun etwas erschaffenes an, d.h. ein Wort, was sich manifestiert hat - nun, es kann ihm weder nutzen noch schaden, glaubt jemand dass ihm ein Amulett hilft, dann hilft ihm nicht das Amulett, sondern der Glaube - doch das ist dann die sog. Irreleitung. Doch, wenn dann wirklich mal was dramatisches passiert, was unter die Haut geht, in letzter Instanz wenns wirklich brenzlig wird, dann ruft jeder, aber auch jeder s. Pharao vor dem Ertrinken, Gott selber an.

Die Dreiteilung von Gott führt eben den Menschen selber in diese Teilung, er kann so nicht seine Vollkommenheit wiedererlangen. Um die Vater-Sohn Auslegung der Bibel (arab.:Kitab ul Kitab) zu verstehen musste ich ein bisschen in die aramäische Sprache eintauchen, und dass Jesus Allah (aramäisch Allaha) Vater im Himmel genannt hat, entspricht von der Bedeutung her dem Quranischen Gottesname ar-Razzaq (dem Versorger) und Sohn, (Schützling, Anvertrauter) weil dies ist die andere Bedeutung von Vater.
Den heiligen Geist als etwas separates aufzuführen ist natürlich reine Unwissenheit, wobei, ich musste mich auch sehr lange (Jahrelang) mit dem heiligen Geist, ar quds ruh, beschäftigen, und warum er so oft, durch Malaik Jibril (Engel Gabriel) symbolisiert wird. Wer die Wahrheit wissen will, der kommt nicht darum herum, sich wirklich intensiv mit den Schriften zu befassen und nachzudenken, fühlen, beobachten, experimentieren ect. ect. ect. Für mich war es sehr nützlich mich mit der neuen Physik, als auch die Vorträge (youtube) von Bruce Lipton anzuhören, danach verstand ich mehr. Je mehr ich den Geist verstand, umso mehr verstand ich, warum Allah die Magie verabscheut, weil ja, sie entspringt einer Unwissenheit und bringt nicht das, was ein gesunder trainierter Geist erzeugen kann. Und gerade das ist das grosse Wunder der Schöpfung des Menschen, dass Gott ihm von Seinem Geist eingegeben hat, ebenso, die Seele "eingehaucht". Am Menschen ist so viel Göttliches, dass er, wirklich weise und bewusst mit diesen Gaben (ar-Risq) umgehen sollte - und gerade der Verstand ist ein nützliches Werkzeug, ist er gläubig (gehorsam) ist er ein Diener, ist er ungläubig (satanisch) stiftet er unwahrscheinliches Leid, im Menschen selber und an der Schöpfung.

Allah sagt ja, dass Er alles in Paaren erschaffen hat, in der Tat, ausser ihm gibt es von allem zwei, diese zu finden ist nicht immer ganz leicht. Weil in diesen Paaren handelt es sich nicht allein um den dualen Gegenpool, nein in der Tat, es gibt von allem ein Paar. Z.B. gibt es den gläubigen Sheitan und den ungläubigen Sheitan, ich weiss das von Muhammad, weil er sagte, dass sein Sheitan den Islam angenommen hat - Allah erklärt dies näher auch in Surat al-Jinn. Ich hab lange lange darüber nachgedacht, wie ich meinen Sheitan dazu bringen kann, den Islam anzunehmen - dafür hab ich sogar die chemikalische Beschaffenheit von Engel und Jinnen genauer unter die Lupe genommen. Schliesslich hab ich dann mal Allah gefragt und bekam via einem Quranvers die Eingabe, Allah sagt im Quran, vergebt ihnen, denn sie sind ein unwissendes Volk. In der Tat, eine grosse Anzahl der Gehirnzellen beim Menschen machen den Verstand aus, der nicht umsonst auch Satan genannt wird, weil er alles spaltet und teilt und ständig negative Bilder ausmalt. Ich war wirklich müde des Satans und da hab ich kurzum wirklich vergeben, ihm und seiner gesamten Sippschaft. Und siehe da, da war der Bann gebrochen - genau das war´s - Allah sagt ja im Quran, dass Er ihm bzw. den Sheyatin (Ungläubigen) nicht vergibt, aber fordert den Menschen auf zu vergeben. Jep, warum immer, so oder so, der Mensch ist immer gefordert den ersten Schritt zu tun

Zitat:
Wahrlich mein Gottesbewusstsein war noch nie so gross wie jetzt, seit ich Islam zu einem essentiellen Teil meines Lebens gemacht habe.
Lustig, wenn Menschen Gott lieben, verwenden sie seine Worte, "Wahrlich" ist so ein typisches Gotteswort.

Islam ist halt ein wahrer Gigant, wie gross, das ist kaum abschätzbar - doch ja, Allah sagt ja etwas sehr wesentliches im Quran, "sanuqu ri uka fala tansa, ila mashaaa Allah" (Und wir lassen dich einen Teil vom Quran vergessen, wie Allah will" - ich habe dieses Vergessen sehr gut erlebt, da verschwanden so viele Verse und statt dessen blieben wenige mit tiefer Bedeutung, über die ich genauso tief und oft nachdenke und sie ergründe. Ein grosser Teil der Bibel lehrt ja auch nichts anderes als den Islam, und wohlweislich sind beide Bücher Dual, und so lange der Mensch eben nur 5%-7% seines Gehirns einsetzt, erscheinen ihm diese Bücher auch dual also Gut und Böse, Himmel und Hölle.

Unzählige Menschen sprechen von Einheit, glauben selber Gott zu sein, doch eben....bei dem Attribut der Allmacht, da könnte es sheitern (ich hab sie noch nicht erreicht ), und das Hindernis daran scheint mir nicht etwa der heilige Geist zu sein und die Erschaffung, sondern die Seele...also Falls ich es schaffen sollte, diesen Körper am Leben zu erhalten, werde ich mich als Gott anmelden hier im Forum. Eine Herausforderung wäre es z.B. allein schon einen Quran zu erschaffen, der inhaltlich als auch mathematisch dem bestehenden gleichkäme - und, den müsste ich mir dann quasi auch noch selber offenbaren selbstverständlich müsste er genauso rezitierbar und reimbar sein...ich glaub dafür würde ich mal wieder Freund Allah anrufen, ob er mir dabei helfen könnte

Gruss wa salam

Filo
Filomena ist offline  
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Alt 02.02.2010, 17:16   Beweis für Gott Beitrag #13 (permalink)
percor
Para-Meister
 
Benutzerbild von percor
 
Registriert seit: 31.05.2008
Ort: in der realen Welt
Beiträge: 367
Standard AW: Beweis für Gott

Zitat:
Zitat von Alzena Beitrag anzeigen
Im Endeffekt gibt es in jedem Glauben Fanatiker und Volldeppen (sry für die Wortwahl aber is doch so ).
Zu Beginn muss ich mich nun doch der Ansicht von ALZENA anschließen, dass es der Beginn
einer Grundsatzdiskussion war und ich blauäugigerweise das Thema mehr unter der Prämisse
des Verhinderns von Missionierungsgedanken war.



Der tägliche Kontakt mit Anhängern dieser Religion vermittelt mir eigentlich mehr das Gegenteil, als das was in blumenreichen und verherrlichenden Worten der beiden obigen
Poster so glorios dargestellt wird.

Dass eine Religion sich auf Zahlenspielereien aufbaut ist mir ganz neu.
Frage mich nur wieviel Prozent der Anhänger dieser Religion in ihrem Verbreitungsgebiet
überhaupt lesen bzw. schreiben können.
Dass Mekka nun auch noch zum Nabel der Welt gemacht wird, ist schon dreist, aber die
Steigerung ist das man so was, ein bisschen im Mathematik verpackt und mit Begriffen
wie Design garniert, der westlichen Welt verkaufen will.

Das beste Beispiel für mich ist, um diese Religion zu erfahren, wenn am Sonntag
die „Krone der Schöpfung“ mit seinem Gefolge spazieren geht. Er vorneweg, direkt
im Anschluß die „Juniorkrönung“, dann kommt erstmal gar nichts, und letztendlich darf
sich das weibliche „Anhängsel“ dem Tross folgen.
Genauso verhält es beim Beten in der Moschee, beim Autofahren, beim Einkaufen.

Das ist gelebte Religion, die ja so propagiert wird.

Da reisen mich auch die schönsten Suren nicht vom Sessel, denn hier wird Toleranz und Abfälligkeit dem anderen Geschlecht gegenüber schon im kleinsten Verband, nämlich der
Familie praktiziert.
Und diese Intoleranz wird auch im großen Stil anderen Bevölkerungsgruppen oder Andersgläubigen entgegengebracht. Da ist von einem „christlichen“ Verhalten wenig zu spüren.

Nur diejenigen, die sich hier bei uns in einer toleranten und liberalen Gesellschaftsordnung bewegen und ihren Glauben h i e r ausleben können, die haben natürlich gut reden ( die können ja auch jederzeit wieder den Rückzieher machen) .

Es gibt noch genügend Beispiele, diese hier so angepriesene Religion mit praxisnahen Erfahrungen einer gewissen Fragwürdigkeit unterzuordnen.

Percor
percor ist offline  
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Alt 02.02.2010, 17:16   Beweis für Gott Beitrag #14 (permalink)
Alzena
Para-Akoluth
 
Benutzerbild von Alzena
 
Registriert seit: 09.11.2009
Ort: in einer Eishöhle.. die auch mal zur Hölle werden kann..
Beiträge: 143
Standard AW: Beweis für Gott

@ Filomena und Celtic:



Sehr tolle Beiträge!!!

LG, Alzi
Alzena ist offline  
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Alt 02.02.2010, 18:57   Beweis für Gott Beitrag #15 (permalink)
Großer Drache
Para-Lama
 
Benutzerbild von Großer Drache
 
Registriert seit: 28.10.2009
Beiträge: 247
Standard AW: Beweis für Gott

Das hört sich alles ganz toll an wird aber leider nicht so gelebt weder von Christen noch von Muslimen.
Die Realität sieht leider anders aus islamische Hetzprediger rufen auf deutschem Boden zu Antisemitismus und Christenhass auf!
Leider gibt dies dann Futter für etliche braunnationale Dumpftröten die nicht gerade eine Zierde für Deutschland sind.
Ethno-soziale Konflikte aufgrund religiöser Andersartigartigkeit sind auf deutschem Boden leider keine Seltenheit, Juden betreiben ebenso Hetze.
Sich über irgendwelche Nah-, Mittel- und Fernostkonflikte hier auszulassen ist aber sinnlos und wäre off topic.
Einen Deutschen wird es wenig interessieren was im Koran steht, wenn er als "Heide" und "Schweinefresser" beschimpft und zusammengeschlagen wird.
Ebensowenig werden einen Muslimen irgedwelche christliche Werte und Bibeltexte interessieren wenn man ihn, aufgrund seiner Religion, zusammenschlägt.
Ich sehe es als sinnlos und ideologischer Populismus hier irgend eine Religion hervorzuheben nach dem Motto: "Wir sind doch gar nicht so!"
Tatsache ist dass eben von den benannten Glaubensrichtungen gewisse negative Werte gelebt werden, die man mit Glaubensphilosophien untermauern will.

Eine Burka beispielsweise widerspricht meiner ethischen und ästhetischen Wertevorstellungen von Frauen und ist für mich ein Zeichen wider des grundgesetzlichen Gleichbehandlungsgedanken von Mann und Frau, auf deutschem Boden.
Ich muss dies aber tolerieren, da unsere Rechtsprechung dies anders sieht.

Die Ermahnungen und Begründungen auf Berufung des Korans sind also genau so heisse Luft wie auf die Bibel weil es leider nicht so gelebt wird wie es geschrieben steht!
Großer Drache ist offline  
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Alt 02.02.2010, 19:21   Beweis für Gott Beitrag #16 (permalink)
Filomena
Para-Padawan
 
Registriert seit: 02.01.2010
Beiträge: 30
Standard AW: Beweis für Gott

Hallo Percor

ich gebe dir in jedem Fall recht, es ist so, dass sich mir auch dieses Bild bot, welches du beschrieben hast. In mir war viel Wut und Hass, ach überhaupt auf das Thema Religion, es führte sogar so weit, dass ich Gott verfluchte jep

Doch genau dieser Hass und Wut führten mich letztlich zur Selbsterkenntnis, einmal nach zu forschen, wer bin ich, aus was bin ich gemacht, warum bin ich hier, was sind meine Überzeugungen, was ist "fremdes Gedankengut", weil das liebe Gehirn sammelt ja den lieben langen Tag nichts anderes als Informationen, der Verstand bastelt eine Geschichte darum herum, der Rest wird im UB abgespeichert, teilweise sogar regelrechte Programme, die sich dann als Drehwurm im Kopf immer wieder abspielen, ggf. dann daraus Taten werden.

Ich sage einfach von mir selber, ich mochte eigentlich schon immer heilige Schriften und es gefiel mir, Gleichnisse zu lösen. Für mich ist die Lehre von Jesus genauso interessant, wie die 70´000 Ahadith von Muhammad, - ob jemand das Gute aus einer Sache, sei es Religion oder was auch immer zieht, das ist halt individuell. Da ist ja jeder frei darin, und, ich nehme mal an, so war es jedenfalls bei mir, dass jeder im Laufe des Lebens sich mit den positiven Dingen beschäftigt, als auch mit den Negativen. Ich erinnere mich als ich noch recht jung war, dass ich mich eine Zeitlang mit Satanismus beschäftigte, bis ich bald nur noch auf Zehenspitzen durch die Wohnung lief, bei jedem Geräusch oder jedem Schatten zusammenzuckte, weil ich glaubte die Wohnung wäre voller Geister.

Eine Weile lang hab ich mich mit Satsang beschäftigt, konnte stundenlang reglos auf der Parkbank sitzen und einfach nur sein, bis mich mal ein gehöriger Schrecken aus meinem Wachtraum holte...und ich ernsthaft Freund Gott vermisste und beschämt nach ihm rief. Das Unheil, was ich damals durchmachte war so erschreckend, dass ich froh war um das Geländer "Religion", wo ich mich etwas festhalten konnte, damals tat es mir gut, regelmässig zu beten und zu fasten, danach war die Nähe zu meinem Freund wieder hergestellt und ich lebte wieder eher, wie es meinem Naturell entspricht.

Mein Mann z.Zt. in einer Depression, sagte mir vor einiger Zeit, dass ihm die Religion im Moment eben auch hilft, um nicht ganz zu versinken.

Nun, so oder so, die physische Welt reflektiert die innere, die Gedanken, Glaubensmuster und Überzeugungen - von daher, jeder ist natürlich selber verantwortlich dafür, und jeder sieht und erlebt auch anders. So ein typisches Beispiel war mal der König Abdulaziz, ich spionierte dem nach, wo ich konnte, weil er kam mir so dubios vor, einerseits mochte ich ihn, anderseits hasste ich ihn wegen einigen Dingen. Und ich wunderte mich überhaupt nicht, dass er mir vor einiger Zeit in einem Traum einen Besuch abstattete, und der Traum war noch nicht mal schwer zu deuten, der König sass im Keller und dinierte an einer weissen Tafel, neben ihm lag die Goldkette, die er Obama geschenkt hatte und über die ich so gelacht hatte. Er lächelte viel, irgendwie sprach ich ihn gar nicht darauf an, wegen was ich ihn hasste, es war so, als hätte es sich von selbst erledigt. Wir unterhielten uns etwas, eher nonverbal, dann fragte er mich, ob er die Unterhaltung in arabisch fortsetzen könne...er begann dann mit schöner sonorer Stimme, in einer Sprache, die ich noch nie gehört hatte, die mit Arabisch so gut wie gar nichts gemeinsam hatte...ich lachte und verstand kein Wort - Jedenfalls waren mir so einige Aspekte meiner Selbst klar geworden nach dieser Traumbegegnung. Und, da waren noch so einige Dinge in meinem Unterbewusstsein (Keller), die ich gleich mit verstand nach diesem Traum - da blickte ich doch nicht dem König, sondern mir selbst mal ehrlich in die Augen

Und sonst, mir ist z.B. nicht bekannt, dass Jesus das Christentum ins Leben gerufen hatte, und bei genauem studieren ist seine Lehre keine andere als die Muhammads, wobei noch geschichtliche Aspekte eine Rolle spielten. Mir ist auch nicht bekannt, dass Buddha den Buddhismus gegründet hat. Mir ist auch keine Stelle im orig. arabischen Quran bekannt, wo Allah das Wort Religion erwähnt, oder genauso wenig Muhammad. Und wenn man das Wort Islam übersetzt, dann spätestens merkt man, dass Menschen daraus eine Religion gezimmert haben, mit zahlreichen Sekten, ist im Christentum dasselbe, bei den Juden auch, auch im Hinduismus, oder Buddhismus gibt es zahlreiche Strömungen und Filosofien....jedem das seine.

Mein eigener Weg ist der des Friedens, d.h. um diesen Weg überhaupt finden zu können musste ich mich erst mit meinem eigenen Krieg auseinandersetzen, weil in mir tobte über Jahre der Krieg, der Krieg gegen mich selber, den ich im Aussen wiederfand - und ich kam zu der Erkenntnis, ich bin mehr als nur dieser Klumpen Fleisch und Verstand, und wenn ich nicht beginne mich selber anzunehmen und zu lieben richte ich meine Seele und meinen Körper zu Grunde und dies wäre dann die Hölle. Aber eben, ich bin nun bald 49j. und so recht begriffen habe ich es erst, als ich mal wirklich saukrank war und dahin seuchen musste.

Liebe Grüsse
Filo
Filomena ist offline  
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Alt 02.02.2010, 19:55   Beweis für Gott Beitrag #17 (permalink)
Großer Drache
Para-Lama
 
Benutzerbild von Großer Drache
 
Registriert seit: 28.10.2009
Beiträge: 247
Standard AW: Beweis für Gott

Bis auf den gleichen Urvater "Abraham (Ibrahim)" sind die 3 monotheistischen Religionen für mich eigentlich völlig unterschiedlich.
Zwar gibt es in Aufbau und Mystik ein paar Gleichheiten, die sind aber auch in Religionen zu finden die mit den benannten 3 gar nichts gemeinsam haben!
Auch haben sie sich die 3 Weltreligionen, von denen der Islam vermutlich die meisten Anhänger hat, in ihren Werte- und Normenvorstellungen völlig unterschiedlich entwickelt.
Aus meiner Schul-, Lehr- und Studienzeit habe ich noch 3 Bekannte mit islamischen Migrationhintergrund und während meiner Militärzeit war ein Jude mein Kamerad.
Leider gelang es mir, Papierkatholik, im christlichen Kulturkreis aufgewachsen und geprägt, bis jetzt nicht alle an einen Tisch zu kriegen.
Nicht wegen Antisympathien sondern aufgrund zeitlicher Ungereimtheiten.
Es gäbe bestimmt eine interessante Diskussion!
Im Moment herrscht in Deutschland eh eine Stimmung sozialer Unzufriedenheit und das schürt ethnosoziale Konflikte.
Immer mehr Gruppierungen fühlen sich ungerecht behandelt und täglich wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben.
Sündenböcke gibt es genug, Arbeitslose, Rentner, Migranten diverser Ethnien, Hartz4 Empfänger, Linke, Rechte usw., so hat jeder seinen persönlichen Prügelknaben den er bezichtigt.
Dies meiner Meinung nach alles gesteuert von unseren Politikern, die dieses Treiben hämisch grinsend beobachten und uns mit wehenden Fahnen in die Finanz- und Wirtschaftskrise rauschen ließen.
Nicht gerade gute Zeiten um Aufeinander zuzugehen!
Aber nicht nur Deutschland sondern etliche europäische Länder haben solche Probleme und das macht mir Sorgen!!
Eine ganz seltsame Entwicklung zeichnet sich da auf unseren Straßen ab, keine gute Stimmung!
Großer Drache ist offline  
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Alt 02.02.2010, 19:56   Beweis für Gott Beitrag #18 (permalink)
Filomena
Para-Padawan
 
Registriert seit: 02.01.2010
Beiträge: 30
Standard AW: Beweis für Gott

@Drache - du schreibst gewiss wahr, aber eben, man kann nicht alle in einen Topf werfen, sondern jedes Individuum muss zuerst selber erkennen, wer und was es ist. Dazu können Religionen und Schriften hilfreich sein - und man muss bedenken, dass nicht jeder gleich weit ist.

Oberflächlich betrachtet sieht vieles anders aus, als es in Wirklichkeit ist. Ich kann z.B. als Mensch nicht in die Herzen, bzw. in das Gehirn eines anderen sehen, das einzige was ich kann, den anderen bzw. das was mir in der Welt begegnet als einen Spiegel wahrnehmen. Auf Aktion habe ich die Möglichkeit der Reaktion, oder auch, nur zu beobachten und mich selber überprüfen, was für Gedanken da abgehen, was mein Gehirn alles speichert (wenigstens den bewussten Teil).

Selber brauche ich z.B. auch immer die neuen Wissenschaften um die heiligen Schriften besser zu verstehen. Es ist mir unmöglich blind zu glauben, ohne zu verstehen, allerdings ist es mir möglich blind auf Gott zu vertrauen, nachdem ich meinen mir möglichen Teil dazu beigetragen habe.

Selber beschimpfe ich keine anders Religiösen, von daher erlebe ich das selber auch nicht, soviel Gewissheit hat der Mensch.

Der Grund, warum ich kein Schweinefleisch esse, liegt in der vorislamischen Zeit - ich war von Beruf Viehhändler, und das Geschrei von Schweinen die in den Transporter und in den Schlachthof müssen ist mir noch in den Ohren. Zudem wollte mich mal ein Metzger nötigen, Schweineblut zu trinken und mir wurde kotzspeiübel, allein beim Gedanken und sehen. Zum anderen habe ich an einem Kurs am Veterinäramt gelernt, dass Schweinefleisch und Blut für den Menschen homotoxin sind, deshalb muss auch ein Metzger sofort reagieren, wenn er mit einer Verletzung an Schweinefleisch oder Blut gerät. Ein Mensch hat gewiss auch eine Unzahl an Erregern intus, aber sie passen zum Mensch und er wird mit ihnen im Normalfall gut fertig - das Schwein hat auch eine Unzahl an Krankheitserregern intus, für viele ein Wirtstier, aber diese verträgt der Mensch äusserst schlecht. Ein Kannibalenvolk wurde einmal befragt, warum sie Menschenfleisch essen, sie antworteten darauf, dass sie die Menschen Langschweine nennen, weil ihr Fleisch dem des Schweines so ähnlich, aber viel delikater sei. Ein Arzt, der über viele Jahre hinweg Forschung über Schweinefleisch betrieb, nannte das Schwein das negative Abbild des Menschen - und das hat was.

Wenn ich z.B. lese, Muslim hat Christen so oder so benannt, Christ hat Muslim so oder so benannt, so halte ich mich dann an das Wort von Allah im Quran, "ablassen von dem was einen nicht betrifft, bzw. angeht". Es hat sich bisher in meinem Gesichtskreis so zugetragen, wir leben in einer Stadt, die Multireligiös ist und ich erlebe in meinem Gesichtskreis, gegenseitiges respektvolles Verhalten...doch eben, ich habe auch gelernt den "anderen" respektvoll zu behandeln, weil ich weiss, dass es früher oder später auf mich zurückfallen würde, wenn ich es nicht täte. Also: "Jedem Tierchen sein Pläsierchen" - "Leben und Leben lassen, bzw. danach streben, Leben zu fördern, pflegen und erhalten".

Liebe Grüsse Filo
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Alt 02.02.2010, 20:14   Beweis für Gott Beitrag #19 (permalink)
Großer Drache
Para-Lama
 
Benutzerbild von Großer Drache
 
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Beiträge: 247
Standard AW: Beweis für Gott

Nun heute ist es Schweinefleisch, morgen ist es Rinderwahn und übermorgen ist es die Geflügelpest (bzw, Vogelgrippe), da geb ich nicht viel drauf.
Ebensowenig auf die Kochrezepte irgendwelcher Kanibalen.
Wenn du @Filomena in einer miltikulturellen deutschen Stadt lebst wo alles klappt dann sei froh.
Hier wie auch in vielen anderen Teilen Deutschlands sieht dies ganz anders aus.
Zitat:
so halte ich mich dann an das Wort von Allah im Quran, "ablassen von dem was einen nicht betrifft, bzw. angeht".
Ich persönlich kann das nicht, denn schon morgen bin ich vielleicht derjenige der aufgrund seiner Ethnie oder Religion oder einfach nur weil er im falschen "Gebiet" war, geschädigt wird.
Es entspricht nicht meiner Art wegzusehen, ich sehe, höre und fühle und wenn ich der Meinung bin es ist von Nöten gebe ich auch mal meinen Unmut kund.
Heilige Schriften sind schöne Worte und wenn sie befolgt werden dann werden sie vielleicht noch schöner, ausschlaggebend sind aber die folgenden Taten.
Sonst sind Worte und Schriften inhaltslos und leer!
Meine Erfahrung ist "Hilf dir selbst dann hilft dir Gott!"
Einfach nur dazusitzen und darauf zu vertrauen dass irgend ein Gott alles für mich regelt entspricht nicht meiner Art aber etwas göttliche Führung kann ich immer gut gebrauchen!
Großer Drache ist offline  
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Alt 02.02.2010, 20:53   Beweis für Gott Beitrag #20 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Großer Drache Beitrag anzeigen
Bis auf den gleichen Urvater "Abraham (Ibrahim)" sind die 3 monotheistischen Religionen für mich eigentlich völlig unterschiedlich.
Zwar gibt es in Aufbau und Mystik ein paar Gleichheiten, die sind aber auch in Religionen zu finden die mit den benannten 3 gar nichts gemeinsam haben!
Auch haben sie sich die 3 Weltreligionen, von denen der Islam vermutlich die meisten Anhänger hat, in ihren Werte- und Normenvorstellungen völlig unterschiedlich entwickelt.
Aus meiner Schul-, Lehr- und Studienzeit habe ich noch 3 Bekannte mit islamischen Migrationhintergrund und während meiner Militärzeit war ein Jude mein Kamerad.
Leider gelang es mir, Papierkatholik, im christlichen Kulturkreis aufgewachsen und geprägt, bis jetzt nicht alle an einen Tisch zu kriegen.
Nicht wegen Antisympathien sondern aufgrund zeitlicher Ungereimtheiten.
Es gäbe bestimmt eine interessante Diskussion!
Im Moment herrscht in Deutschland eh eine Stimmung sozialer Unzufriedenheit und das schürt ethnosoziale Konflikte.
Immer mehr Gruppierungen fühlen sich ungerecht behandelt und täglich wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben.
Sündenböcke gibt es genug, Arbeitslose, Rentner, Migranten diverser Ethnien, Hartz4 Empfänger, Linke, Rechte usw., so hat jeder seinen persönlichen Prügelknaben den er bezichtigt.
Dies meiner Meinung nach alles gesteuert von unseren Politikern, die dieses Treiben hämisch grinsend beobachten und uns mit wehenden Fahnen in die Finanz- und Wirtschaftskrise rauschen ließen.
Nicht gerade gute Zeiten um Aufeinander zuzugehen!
Aber nicht nur Deutschland sondern etliche europäische Länder haben solche Probleme und das macht mir Sorgen!!
Eine ganz seltsame Entwicklung zeichnet sich da auf unseren Straßen ab, keine gute Stimmung!

Ich stimme dir klar zu, dass die Gesellschaft gesteuert ist und dass eben sehr viel getan wird, um die Völker geteilt und uneins zu halten.

Gerade deswegen sind solche Diskussionen wichtig.

Kurz noch zum Islam:

Der Islam sagt zwar aus, dass Allah Macht über alle Dinge hat, aber nicht, dass Gott den Weg den wir gehen erzwingt, da die Menschen die Freiheit der Wahl haben. Allerdings kommen die meisten Menschen nicht mit diesem Geschenk zurecht, wie man sieht anhand der Geschichte und der aktuellen Weltlage.

Der Islam lehrt auch nicht, dass der Sohn der Maria, Jesus (Isa) für die Sünden der Menschen gestorben ist. Ebensowenig gibt es im Islam eine Erbsünde durch Adam.

Was also bedeutet: Jeder ist für sich selbst verantwortlich und wird im Leben mit gutem wie auch mit bösen konfrontiert. Die Art und Weise wie ein jeder damit umgeht ist entscheidend. Wer glaubt und um Weisung bittet, dem hilft Allah. Wer sich hochmütig abwendet und ungläubig ist, den lässt Allah abirren.

Der Islam lehrt klar, dass wer sündet, wider sich selbst sündigt und nicht wider Gott. Gott ist schliesslich nicht auf seine Schöpfung angewiesen.

Der Islam ist also eine Religion bzw. eine Auslegung der Selbstverantwortung.



Um zu sehen, dass die Gesellschaft alles andere als frei ist, muss man kein Genie sein - ein erschreckendes Beispiel stellt hier die heutige Zivilcourage dar.

Die Leute kümmern sich um niemanden, solange sie nichts tun müssen. Diese totale Gleichgültigkeit gegenüber anderen, ist was die Gesellschaft krank hält.


Grüsse

Geändert von Celtic (02.02.2010 um 20:56 Uhr)
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