Ganz überraschend, jedes Jahr auf das Neue, nähert sich Weihnachten.
Hektik bricht aus, denn tausend leute wollen beschenken und beschenkt werden, das Wettrüsten mit Lichterketten in allen Farben und Formen beginnt, die Medien stürzen sich wie hungrige Bestien auf den Verbraucher, vierunddreißg verschiedene Sorten an Plätzchen müssen gebacken werden, ein weiterer gründlicher Hausputz steht an, der Weihnachtsbaum muß besorgt werden, Weihnachtsfeiern von Verein und Betrieb fordern ihren alljährlichen Tribut...
Doch HALT!
Weihnachten ist geklaut. Es geht zurück auf die römischen Saturnalien, auf den Mithraskult und auf das Mittwinterfest. Also sind Grundsätze wie "Kauf Geschenke, häng mehr Lichterketten auf als der Nachbar, verfalle in Streß" eher neuzeitlich - christlicher Natur.
In der Geschichte und im Jahreskreis der Kelten wird das Mittwinterfest (ca. 21. Dezember) auch
Alban arthuan genannt.
Es ist die Wintersonnenwende, die Wiedergeburt der Sonne, des Lichtes. Ein Zeichen für den ewigen Kreislauf des Lebens von Tod und Geburt.
Die Zeit bis zum Jahresbeginn ist eine besondere Zeit, in der der mit Licht geschmückte Weltenbaum in immergrüner Pracht als Symbol für Wärme und Sein steht.
Dazu gehören auch die Raunächte, die Zeit der wilden Jagd, in der unsere Ahnen mit Odin durch die Welt reiten.
Es ist die Jul - Zeit, in der alles endet und neu beginnt.
Früher wurden am Julfest alle Feuer und Lichter gelöscht und neu entfacht, Haus und Hof wurden mit Räucherwerk gereinigt.
Eine Zeit der Vorfreude und inneren Einkehr. Für die Christen ist es die Geburt des Heilsbringers, für die Asatru ein Familienfest.
Wie verbringt Ihr die Zeit vor dem 21. (oder 24.)?
Was bedeutet Euch das Fest?
Was wisst Ihr darüber?
A gschtade Zeit
wünscht
Lapidem