Optische Täuschungen der Parapsychologie
Ich möchte einmal etwas darstellen, welche optischen Phänomene es gibt, die unter Umständen paranormale Phänomene als Verdacht haben. Viele glauben dadurch, irgendetwas gesehen zu haben, was eigentlich ein ganz normaler biologischer Vorgang ist.
Das Problem dabei ist, dass wenn einmal so etwas gesehen wurde, und man sofort auf den Gedanken kommt, es sei übersinnlich, spinnt man alles etwas weiter. Dann kommt das Gefühl des Beobachtet-Werdens, Geräusche kommen dazu etc. (Kommt der selffulfilling prophecy nahe)
Um einmal aufzuzeigen, wie manipulierbar man durch so etwas ist, will ich einmal eine Studie resümieren, die memorische Täuschungen untersuchte:
Bei jedem Probanden wurden konkrete Ereignisse aus deren Vergangenheit herausgesucht. Diese wurden durch eine Collage für sie aufgearbeitet und ihnen nun präsentiert. Sie sollten nun anhand der Bilder etwas über die jeweiligen Geschehnisse berichten. Da fanden sich Bilder eines stolzen Anglers mit großem Fisch, einige Schnappschnüsse einer heißen Kneipentour etc.
Und so fanden sich bei einigen Probanden die Bilder eines roten Heißluftballons. Anstatt nun zu sagen: "Nein, das habe ich nie erlebt, das Bild kenne ich nicht." haben sie plötzlich von einer Heißluftballonfahrt berichtet, mit all ihren Details etc. obwohl es diese nie gab. So gab es auch Probanden, die über nie geschehen Knochenbrüche sprachen, Beziehungen, die es nicht gab, etc.
Das nur mal als Einblick darin, dass unser Verstand eben nicht fehlerfrei läuft und vor allem nicht mit dem freien Willen, von dem wir denken, wir hätten ihn. Wir sind bei Befragungen alleine durch den Hormongehalt in der Luft sehr stark in unserem Willen beeinflussbar, oder durch Farben, Lichter, Wortwahl, etc.
Ich habe das nur gesagt, um manche darin zu schulen, mit einem etwas kritischeren Blick die ganze Parapsychologie zu betrachten. Denn meist ist unser Gehirn die Fehlerquelle. Wahrlich nicht immer, und das zeigten diverse Studien indizienhaft.
Wer kritisch schaut, sieht mehr, da er weiß, wo er hinschauen muss.
[Zur Erklärung: Wenn ich von "optisch" spreche, meine ich nicht, allgemein sichtbar, sondern stets die subjektive Wahrnehmung von jemandem, die nicht mit der Realität korrelieren muss.]
Zu den einzelnen Phänomenen:
Grauer Star:
Hierbei treten viele verschiedene optische Phänomene auf. Zum einen ist es das diffuse Sehen, wodurch alles etwas neblig erscheint, aber auch Doppelbilder können entstehen. Vor allem, und das in diesem Zusammenhang interessantere, können graue Stare sogenannte Halos entstehen lassen. Dadurch, dass das Licht immer diffuser gebrochen wird, entstehen um Lichtquellen oder hellen Objekten sogenannte Halos, sozusagen Lichthöfe. Diese können auch einige "scheinende" Phänomene erklären.
Mouches Volantes
Hiervon habe ich ja bereits erzählt und ich denke dass es mit zu den wichtigsten Phänomenen gehört in diesem Zusammenhang. Hierbei handelt es sich um Glaskörpertrübungen, die an sich nicht schlimm sind, aber manchmal auf andere Krankheiten schließen lassen. Sie äußern sich durch neblige Kugeln, Schlieren, Würmer, etc. Vor allem, aber nicht nur, sind sie auf hellen Flächen sehr gut zu erkennen. SIe bewegen sich immer mit der Linse, also mit dem Blick. Ganz oft werden sie mit Geistern oder ähnliches verwechselt, was nicht verwunderlich ist. Man nimmt eine konkrete Form war, die sich augenscheinlich bewegt. Da kommt man kaum darauf, dass es in der Linse selber ist.
Augenrauschen
Dies ist ein Phänomen, dessen Entstehung noch unklar ist, bei dem man ein sogenanntes Rauschen wahrnimmt. Vor allem im Dunklen wird alles so wahrgenommen, als läge es hinter einem Schleier. Es ist vergleichbar mit dem Rauschen einer Bildschirmröhre bei einem Leerkanal. Hierbei kann es vor allem im Dunklen vorkommen, dass man plötzlich eine Gestalt sieht, da sich das Flimmern durch den Fokus und die Aufmerksamkeit manchmal stark an manchen Orten konzentriert. Da alles irgendwie neblig aussieht und irgendwie mit dem Hintergrund ineinander über geht, nimmt man hier oft Formen wahr, die sich durch die Dämmerung, die Augenbewegungen und dem eigenen geistigen Zutun bewegen.
Nachbilder
Jeder kennt es ja, wenn man in ein helles Licht geschaut hat, sieht man noch lange danach einen hellen Punkt im Sichtfeld. Diese Nachbilder müssen nicht nur durch helle Lichtquellen entstehen, sondern werden stets durch Licht auf der Retina(Netzhaut) erzeugt. Wer zehn Sekunden aus dem Fenster auf einen bestimmten Punkt schaut und danach die Augen zukneift, wird irgendwann fast ganz deutlich wieder eben dieses Bild erkennen. Und häufig überlagern sich diese Nachbilder mit normalem Sichtfeld. Zum Beispiel, wenn man im Halbdunkeln am Computer arbeitet und der Bildschrim sich auf die Netzhaut einbrennt. Aber vor allem kann es eine Erklärung sein für das Wahrnehmen von Auren etc. Denn wenn man die ganze Zeit auf eine Person schaut, wird das Bild deutlich in die Netzhaut eingebrannt. (Natürlich nicht eingebrannt, die Vorgänge sind etwas anders.) Da die Linse nie still steht und der Blick immer wackelt, verschiebt sich dieses Nachbild stets zum Original. Das Resultat ist, dass das Nachbild manchmal über den Rand des richtig-optischen Randes der Person geht und je nach Farbe dieser eine optische Aura entsteht. Das kann jeder ausprobieren, der im nicht allzuhellen Licht jemanden vor einer hellen Wand betrachtet. Vor allem, wenn man müde ist oder eine schlechte Durchblutung hat, ist dieser Effekt größer.
Augenschmieren
Oft liest man im Internet, dass man zum Auren-Sehen nicht blinzeln darf. Die Erklärung dafür ist die, dass man dadurch nämlich einem weiteren optischem Fehler begegnet. Wenn die Augen nicht geschlossen werden, wird viel Tränenflüssigkeit gebildet, die dann das Auge besonders feucht macht. Wenn wir nun etwas betrachten, wird das Licht mehrmals und diffus durch die Tränenflüssigkeit gebrochen und es kommt, dass ein optischer Lichtstrahl scheinbar vom Objekt ausstrahlt.
Frequenzen
Es gibt Expositionen, die eine bestimmte Art von Schall begünstigen. Diese Quellen können vieler Natur sein, wie lange Flure, Klimaanlagen, Ventilatoren, massives Mauerwerk, etc. Dieser sehr tiefe Schall ist nicht hörbar aber beeinflusst den Körper maßgeblich. Er gibt ihm das Gefühl beobachtet zu werden und lässt auch optische Phänomene entstehen. Man sieht nämlich plötzlich Schatten im Augenwinkel, die sich bewegen. Verschiedene Frequenzen des Schalls haben verschiedene und zum Teil heftige Auswirkungen auf den Körper.
Verarbeitung
Es kommt auch manchmal vor, dass das Gehirn das Gesehene falsch verarbeitet. Dabei kann ein geriffeltes Muster plötzlich dreidimensional sein, weil das Gehirn denkt, es sei so. So können auch Formen entstehen, die gar nicht solche sind.
Migräne
Es kann auch verschiedene arterielle Ursachen für paranormale Phänomene geben. Zum Beispiel die Migräne kann auch auf die Augen gehen, wobei sich die Adern entzünden. Dabei können bestimmte Rezeptoren ausfallen. Man sieht bunte Farben, Nebel, schwarzweiß etc.
Peripheres Sichtfeld
Es gibt, durch mangelnde Ernährung oder Lichttraumata auch die Schädigung der Netzhaut, bei der manche Stellen blind oder schwach sichtfähig werden. Dort sind dann meist nebelartige Flecken/Punkte zu sehen etc. Der blinde Fleck, den wohl jeder kennt, ist ähnlicher (aber natürlich natürlicher) Natur.
Soweit dazu; mehr fällt mir im Moment nicht ein. Vielleicht folgt noch einiges
LG
Kevin